Een Dag op Platt för Kinner im Jugendzeltlager Wittenborn

Für Sonntag, den 26.Juni, hatte der Heimatverein zu einem „Tag auf Platt für Kinder“ ins Zeltlager Wittenborn eingeladen. 26 Kinder aus dem Kreis Segeberg, die am Plattdeutschunterricht in den Schulen teilnehmen, zeigten Interesse und hatten sich für verschiedene Projekte gemeldet. Zu Beginn wurden alle vom 1. Vorsitzenden Ernst Steenbuck begrüßt. Vordringlich sollte natürlich bei allen Aktionen des Tages das „Platt-schnaken“ geübt werden. Norbert Voigt vom SHHB erklärte im Anschluss - in Gegenwart vieler Eltern - was es mit der „Baumjagd“ auf sich hat; Ziel dieser Aktion ist, auf schöne stattliche Bäume aufmerksam zu machen. Insbesondere sollen hohe und dicke Bäume vermessen, fotografiert und ihre Standorte beschrieben werden. Fotos und Daten können danach an den SHHB geschickt werden.


Norbert Voigt vom SHHB erklärt den Teilnehmern die Aktion Baumjagd

Nach dieser gemeinsamen Einführung wurden die Kinder den einzelnen Betreuern zugeteilt.

Die Gruppe Baumjagd verschwand mit ihrem Leiter Norbert Voigt im Gelände, dorthin wo die dicksten Bäume waren. Die Kinder konnten mit besonderer Messtechnik die Höhe der Bäu-me erkunden und die Dicke der Stämme in einem Meter Höhe messen. Auf einem Fragebogen mussten außerdem die Baumart und der Standort beschrieben werden. Ein paar interessante Spiele gehörten ebenfalls zu diesem Projekt.


Die Gruppe Baumjagd in Aktion

Irmtraut Falck aus Kaltenkirchen hatte sich auf die Gruppe „Basteln mit Naturmaterialien“ vorbereitet. An einem langen Tisch - unter vier dicken Hainbuchen - wurden die von den Kindern zuvor gesammelten Kräuter ausgebreitet. Mit Blättern, Gräsern, Früchten und Zweigen wurde gebastelt und geklebt und dabei sich auf Plattdeutsch unterhalten.


Irmtraut Falck mit einer Gruppe beim Basteln mit Naturmaterialien

In der Küche des Zeltlagers wurde gekocht und gebacken. Mit Begeisterung folgten die Kinder als „Kökschen“ den Anweisungen ihrer Mamsel Petra Wede aus Seedorf. Die Kräuter hatten die Kinder zuvor auf dem Platz gesammelt und gleichzeitig die plattdeutschen Namen dafür in Erfahrung gebracht. In der Küche wurde geschnippelt, gemixt, gebraten und gekocht. Am Schluss der Veranstaltung gab es für alle Kinder eine Probe der leckeren Gerichte.


Petra Wede mit ihrer Gruppe beim Zubereiten der Gerichte

Der 18jährige Sebastian Selchow, Bad Bramstedt, - er ist das jüngste Mitglied im Heimatverein - übernahm die Kinder, die sich für das Projekt „Lebenswelt Wasser am Bach“ ge-meldet hatten. Das Gelände am Rande des Zeltplatzes war wie geschaffen für dieses Projekt. Die Kinder fühlten sich wie im Urwald. Es wurden Staudämme gebaut, es gab Un-terricht über Kleingetier im Wasser und es konnte mit Lehm modelliert werden. Zum Schuss wurden selbstgebastelte Papierschiffe aufs Wasser gelassen die im Mözener See landeten.


Sebastian Selchow begeistert seine Gruppe mit dem Thema Lebenswelt Wasser am Bach

Friedrich Hamburg aus Groß Niendorf und Ernst Steenbuck aus Sievershütten hatten Bausätze mitgebracht. Insektenhotels mit über 300 Wohnungen, Kästen für die Überwinterung der nützlichen Florfliegen, Nistkästen für Singvögel und Haselmauskästen für deren Winterschlaf wurden unter Mithilfe von einigen Eltern zusammengebaut. Die fertigen Objekte durften die Kinder mit nach Hause nehmen. In der Hoffnung, dass sie ihren Zweck - die Natur zu unterstützen - erfüllen.


Ernst Steenbuck und Friedrich Hamburg bastelten mit ihrer Gruppe

Petra Wede und Irmtraut Falck hebbt mit de Kinner noch schöne plattdüütsche Leeder sung´n. Dormit güng de „Dag op Platt för Kinner“ sien End to“. Jedereen de dorbi weer meen, dat weer een´n schön´n Dag.

(Text u. Fotos: Ernst Steenbuck)

En Dag op Platt för Kinner

(Petra Wede, Hornsmühlen)

Wat is dat doch schaad, dat na den Vörleeswettbewarv „Schölers leest Platt“ de mehrsten Kinner keen Kontakt mehr to de plattdüütsche Spraak hebbt. „Dat dörv so nich blieven“, weer de Menen vun den Vörsitter vun ‘n Heimatvereen in ´n Kreis Sebarg Ernst Steenbuck. Un so keem he op de Idee, de eersten dree Sieger vun all de Grundscholen in ´n Kreis, de mitmaakt harrn bi „Schölers leest Platt“, intoladen to „en Dag op Platt“. De goden Kontakte to den Wildpark Eekholt kemen den Heimatvereen denn ok wunnerbor to Pass un so stünn ok glicks de Oort Fast, wo de Platt-Dag stattfinnen kunn.
Bi besten Sünnenschien fünnen sik an‘n 29. Mai üm un bi 45 Kinner in, üm een ganzen Dag lang blots Platt op de Ohren to kriegen un sülvst dat Platt snacken öven. Theda Hatlapa, de vör 40 Johr mit ehren Mann den Wildpark begründt het, lööt sik dat denn ok nich nehmen, sülvst de Kinner to begröten. Man se keem nich alleen. Ok dc Aadler Linus wull de Kinner „goden Dag“ seggen. Fru Hatlapa vertellte noch en beten över Linus, vör allen, wo goot so en Aadler kieken kann. Denn entlööt se de Kinner mit en plattdüütsches Gedicht vun ehren verstorven Mann, Dr. hc Hans-Heinrich Hatlapa, op de Tour dörch den Wildpark.
In Gruppen, de vun Lehrerinnen, Öllern, Grootöllern oder Geswister betreut wörrn, güng dat över verschedene Statschonen dörch den Park. Ünnerwegens geev dat natürlich vele Tiere to bekieken, af un an sogor to striekeln. Veel Spaaß harrn de Kinner an de Statschonen. An ‘t Immenhuus geev dat to ´n Bispill wat to weten över oles Handwark: Reepschläger Willi Haase ut Borstel hett wiest, woans en Repen maakt warrt, de Kinner kunnen ok sülvst bi ‘t Dreihen hölpen un kregen en Repen ut Sisal mit na Huus. Wat wichtig is, üm en Korv ut Wicheln (Weiden) to binnen, hett Helmut Steenbuck verkloort. Un to wat so ‘n Korv doch goot is. Man kann to ‘n Bispill in Wichelköörv wunnerbor Appeln opbewohren, wiel se dor so goot in belüft warrn. Dat hebbt nich mal all de groten Lüüd weten. Mit veel Vergnögen hebbt de Kinner mit Ernst Steenbuck Kibbel-Kabbel speelt. Bitto harr keeneen vun jüm dit ole Speel kennt. In de Meddagstiet geev dat lecker Nudeln mit Hackfleeschsooß to eten. Un een beten Tiet för den Speelplatz weer ok noch, bevör dat wieter güng. Irmtraut Falck harr ehr Statschoon in de Wildparkschool. Dor hett se mit de lüttten Lüüd en Tier-Bingo-Speel bastelt - de Tiernaams natürlich all op Platt. Un kloor wörr dat Speel denn ok glicks utprobeert. Klaus Gröhn töövte an dc Köhlerhütt un harr en poor Radels un wat to lesen mitbröcht. Un lesen, so meen he, kunnen se wirklich ganz wunnerbor. Wat för Planten wasst in‘t Holt un an de Stratenkant? Op disse Fraag wüss Friedrich Hamburg en Antwoort. Wat dat Besünnere an Hunnenblomen, Brennneddeln un Klever (Klee) is, wat man allns dormit maken kann un wo dat Kruut denn utsüht, hebbt dc Kinner lehrt. Achteran hebbt se sülvst na de Planten söcht. An ‘t Storchenhuus hebbt de Kinner tosamen mit Petra Wede en Tierquiz speelt. Jeder kreeg en Zeddcl op ‘n Rüüch backt, op den en Tiernaam stünn. Mit Fragen as Bün ik lütt? Heff ik Fell? Kann ik flink lopen? Heff ik lange Ohren? Bün ik en Kanink? müssen dc Kinner sik ranfragen, wat för‘n Tier se denn wull weern. All de annern dörvten blots mit ja oder nee antwoorten. To‘n Afsluss drepen sik all Gruppen wedder in de Köhlerhütt, üm tosamen mit Andreas Hall, Schoolmeester an de School in Kisdörp, to singen. Andreas Hall harr sien Gitarr mitbröcht, un wunnerschöön weer denn „Dat du mien Leevstcn büst“ un „Vun Herrn Pastor sien Koh“ wiet dörch den Park to hören. Op Platt hebbt de Kinner sik bi dc Lüüd vun‘n Heimatverecn bedankt. Ok wenn de meisten sünst nich so veel Platt to hören kriegt - verstahn hebbt se allns. Un dat schull all Öllern, Grootöllern oder Naverslüüd Moot maken, eenfach mal Platt mit de Kinner to snacken. Freut hebbt sik ok all, dat Reporter vun de Sebarger Zeitung un Basses Blatt sik för den „Dag op Platt för Kinner“ interesseert un doröver bericht hebbt. Un sogor dat Radio hett in de Sendung „Vun Binnenland un Waterkant“ op de NDR 1 Welle Nord en lütte Reportaagc bröcht. Blangen Ernst Stcenbuck un Petra Wcdc kernen ok de Kinner Natascha Clement, Auguste Stoltenberg un Viktor Kuhrt to Woort, de ganz frie op Platt Antwoort geven kunnen. En Grund, dat de Dag so gelungen weer, weer wiss dat schöne Wedder, en annern Grund weer de gode Organisatschoon. Man de Hauptgrund weer - un dor weern de Kinner, de Betreuer un de Organisatoren un Hölper vun‘n Heimatvereen sik eenig -, dat de „Dag op Platt“ veel Spaaß maakt hett - so veel Spaaß, dat man em geern nochmal wedderholen schull.


Gemeensam Singen mit Andreas Hall

Plattdüütscher Krink Segeberg 2009/10

Plattdüütsch
Över de Sprook kann so veel passeern,
man kann sik finn oder verleern.
Kann eenfach snacken as de Snobel wasst,
keen is bös weil ‘t jümmers passt.
Lötts eenfach to, wat sünst nich geiht,
singst Leeder, ob frivol ob leis,
de Sprook, se is eenfach wat,
komm no uns, snack mit uns platt.
(Elke Deffert)

Dieser Aufforderung zu folgen und in geselliger Atmosphäre die plattdeutsche Sprache zu leben und zu erleben, haben wir uns zur Aufgabe gemacht. So waren unsere sechs Veranstaltungen 2009/10 sehr gut besucht. Unser Treffpunkt war jetzt und wird auch in der Zukunft der Gemeindesaal der Marienkirche zu Bad Segeberg sein. Die Veranstaltungen fanden jeweils an einem Dienstag um 19.30 Uhr stall. So haben wir durch eigenen Aufbau des Gestühls die Möglichkeit, Platzgruppen und Tischen oder nur Stuhlreihen zu stellen, je nach Bedarf. Start war am 12. Oktober 2009; ein unterhaltsamer Abend gefüllt  mit lustigen und nachdenklichen Geschichten bekannter Autoren umrahmt von Musik. Am 10. November war unser Gast die Vorsitzende des SHHB Frau Jutta Kürtz mit dem Dia-Vortrag „Hosen weiblich, aber auch Männer werden ihren Spaß haben“. Eine Demonstration durch die Welt der weiblichen Unterhosen, sie sind noch nicht einmal 200 Jahre alt. So erlebten über 100 Zuhörer diesen Spaß. Jutta Kürtz ist freie Journalistin und Autorin vieler interessanter Vorträge. Am 15. Dezember 2009 boten wir unseren Besuchern eine besinnliche Einstimmung auf die Weihnachtszeit bei geschmückten Tischen. Der Gemischte Chor aus Leezen brachte uns weihnachtliche Lieder dar, und wir hörten Geschichten aus den Kindertagen von uns und unseren Besuchern, teils in platt wie auch hochdeutsch.

Am 17. Januar 2010 wurde den Gästen ein hochinteressanter geschichtlicher wie auch fachkundlicher Lichtbildervortrag von Meiereimeister Jürgen Hein vorgetragen. Thema war „Meiereien Güstern un Hüüt“, ein plattdeutscher Vortrag über die Wandlung der Milchwirtschaft in Schleswig Holstein. Jürgen Hein selbst hat diesen Beruf von der „Pieke“ auf gelernt. Am 16. Februar 2010 „erwanderten“ wir mit dem Autor Henning Wätjens den „Jakobsweg“ und hörten von seinen vielen Erlebnissen. Viele schöne Bilder hatte Henning Wätjens von diesem Ausflug mitgebracht. Am 23. März 2010 endete die Veranstaltungsreihe mit dem Thema „Nu is Fröhjohr“, ein Abend über Kinderspiele und Lieder. Unser Gast war die Kreismusikschule Segeberg. Kinder zeigten uns ihr Erlerntes. Um die Sommerzeit zu überbrücken wurden an zwei Nachmittagen, am 22. Juni und 10. August 2010, ein „Klönschnack“ bei Kaffee und Kuchen im Vitalia-Seehotel abgehalten. Sie werden auch 2011 ihren Einzug halten und über die Presse bekannt gegeben.

Vorschau auf 2010/11

Eröffnung der Veranstaltungen am 12. Oktober 2010 mit „Lot uns dat Lachen nich verleern“ een vergnögten plattdüütschen Obend mit bekannten Interpreten.
09. November 2010
Mathias Stürwoldt, Biobuur un Vadder vun 5 Kinner leest ut siene neegen Böker. 30. November 2010 „Lat uns froh un munter sien - nu is Adventstied“
18. Januar 2011
„Dat Poesiealbum“.Wokeen kennt noch sien Poesiealbum, dat is veel öller as ji ju denkt.
15. Februar 2011
Zum Valentinstag „Wenn Rosen reden könnten“. Se is de schönste ünner dee Blomen.
22. März 2011
Thema: Dat Fröhjohr is nu dor. Pastor Ehlers verteilt uns up humorige Wies von Wilhelm Busch. Un wi wüllt dat kommende Fröhjohr mit Leeder begröten.

Im Sommerhalbjahr folgen dann wieder unsere „Klönschnacks“ im Vitalia-Seehotel mit Bekanntgabe über die Presse. So sind alle Termine in dem halbjährig erscheinenden Veranstaltungskalender des Heimatvereins nachzulesen. Der Plattdüütsche Krink hat Mitglieder dazu gewonnen und wir freuen uns über jeden, der die Sprache mit uns am Leben erhält, sie spricht oder sie mag. Wi freit uns op ju!

Elke Deffert, Gerda Flügel, Horst Seyfert

Plattdüütscher Krink Bramstedt 2009/10- Trüüchblick

Dat weer an ‘n 16.4.2009: De Plattdüütsche Krink Bramstedt weer born. He hört den „Heimatverein des Kreises Segeberg“ to un schall de Plattdüütsche Spraak plegen un ünner de Lüüd bringen. To düsse eerste groote Veranstalten keemen bummelig 85 Tohörers in dat Bramstedter Schlott. Dat weer een groot Pläseer mit de Vertellen un Döntjes, un all hebbt se de plattdüütschen Leeder düchtig mitsungen, Dree Weeken later weern dat an de 35 Lüüd in‘n „Kaisersaal“. Se beschnackten, wo dat denn so lopen schall mit den Krink: Ümmer de eerste Freedag jeden tweden Maand schall dat een „lütten“ Krinkavend geven, denn wüllt wi kommodig tosamensitten, Platt snacken, Leeder singen, tohörn, wenn een wat vertellt oder sülms wat vörlesen. Tweemol in‘t Johr gift denn een grote Veranstalten, so as in‘t Schlott mit Programm. An‘n 3. Juli geev dat denn en Overraschung för den lütten Krink: De Kinner vun de Platt-AG vun de Grundschool an‘n Bahnhof hebbt Sketche un Leeder opföhrt. Dat weer schöön un dat geev ornlich Bifall! De tweete „Groote Krink“ in September 2009 harr wedder veele Tohörers. Dat Programm weer een Utwahl vun lustige Döntjes un ok nadinkliche VerteIlen. All weern se heel tofreeden, dat hett bannig goot gefulln. In‘n November weern de Lüüd vun‘n Krink bi de Veranstalten „Kredit un Globen“ vun de Fleckensgill un de Kark. Nu harr sik dat rümschnackt, wat de Krink so mokt un kann. Dat duer gorni lang, dor weern wi „Överraschungsgäst“ bi‘t Aarntfest vun de Landfruuns un bi de Wiehnachsfier vun de Füerwehr. Mit veel Spoß hebbt wi dor Döntjes un VerteIlen vördragen. De Füerwehrlüüd hebbt luud all de Wiehnachsleeder op Plattt mitsungen.
Anfang Januor un März harrn wi de eersten „lütten“ Krinkavende in 2010. Middewiel harrn wi för jedeen Avend en Motto fastsett, to‘n Bispeel „Eten un Drinken“ in‘n Januor un „Fröhjohr“ in‘n März. Dor seten wi denn in Reimer sien Stuuv (de Kaisersaal harr Urlaub) un buten bett dat sneet as nix! Dütt Johr harrn wi wedder an‘n 16. April den „grooten“ Krink in‘n Kaisersaal, Dat Programm mit veele Sketche keem wedder goot an bi de Tokiekers. An‘n 7. Mai un 2. Juli geev dat wedder „lütte“ Krinkavende, in Juli harrn wi ok de Platt-AG vun de Grundschool dorbi. Uns düch, dat mennig een Bramstedter op den „Plattdüütschen Krink“ töövt hett. Ok vun de Dörpers sünd Lüüd dorbi. Bi den „lütten“ Krink sünd dat ümmer bummelig 20 bet 35 Lüüd, bi‘n „groten“Krink kamt 80 bet 100 Lüüd. Uns mokl dat veel Spoß. Un so schall dat denn ok wiedergahn. An‘n 3. September kümmt Jürgen Hein ut Sebarg to uns un verteilt wat över, de „Meierien güstern un hüüt“ un an‘n 29. Oktober gifft dat den „grooten“ Krink in‘n Kaisersaal.
Helga Koch, Reimer Fülscher, Angela Kruppa


Trachten gestern und heute
In dieser Zeit, in der Traditionen wieder an Bedeutung gewinnen, hatten wir natürlich auch im Kreise Segeberg den Wunsch nach einer eigenen Tracht. Sie sollte alle wichtigen historischen Merkmale enthalten, schlicht aber edel sein und in leuchtenden Farben neuzeitliche Frische ausstrahlen. Wir sind auf unser Ergebnis richtig stolz und legen unsere Tracht gerne zu kulturellen öffentlichen Ereignissen an. Unter dem obigen Motto haben Gretchen und Horst Pasternak in der Segeberger Tracht 2002 einen Infostand des Segeberger Heimatvereins e. V am 29. Mai 2010 im Rahmen des Stadtfestes „Kaltenkirchen jung mit Schwung“ arrangiert. Alle Teilnehmer, die am Infostand mitwirkten, haben ihre Trachtengewänder in solider handwerklicher Ausführung nach überlieferten Vorlagen selbst geschneidert und individuell ausgestattet. Aus Kisdorf kamen in der Kisdorfer Tracht Helmut und Silke Heberle und Elke Hein, die zusätzlich die historische Handwerkskunst des Klöppelns vorführte und damit besonders bei den Kindern Staunen und viel Interesse geweckt hat. Albert und Gudrun Bronikowski waren mit einer Abordnung der „Finkwarder Speedeel“ in der berühmten Finkenwerder Tracht zu Gast. Durch zahlreiche Bildtafeln und Schriften wurde die Bedeutung der Trachten im norddeutschen Bereich besonders deutlich. Auf einer Schneiderpuppe war die mit der „Rose aus dem Holstenland“ bestickte Festtagstracht von Elke Steenbuck aus Sievershütten ausgestellt. Zur anschaulichen Dokumentation dieses Ereignisses wurden von Albert Bronikowski und Dirk Pasternak zahlreiche Aufnahmen auf CDs festgehalten. Es war ein eindrucksvoller Erfolg. Viele interessierte Besucher waren von den Trachten und deren vielfältigen Varianten begeistert. Man war sich einig, dass es schade wäre, wenn diese Trachten und das alte Handwerk in Zukunft nicht mehr gepflegt würden, denn es handelt sich hierbei um ein echtes Kulturgut unserer Heimat.
Horst Pasternak


Trachtenstand und Trachten beim Stadtfest in Kaltenkirchen 2010: