Innerhalb des Kreises Segeberg hat sich Dr. Gerhard Braas besonders für den Raum Kaltenkirchen eingesetzt. Er betreibt ehrenamtlich Forschung und Veröffentlichungen zu historischen Themen mit bisher kaum erschlossenem Archivmaterial und setzt sich für zahlreiche Projekte insbesondere für Schüler ein. Jetzt wurde Dr. Gerhard Braas auf Vorschlag des Heimatvereins ( hier mit Vorstandsmitglied Harald Becker (li) ) mit der Bürgerrolle des Kreises geehrt.
In Verbindung mit Oral-History-Projekten des Gymnasiums Kaltenkirchen entstanden zwei Studien über Kaltenkirchen zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft sowie zur Nachkriegsnot und zum „Wirtschaftswunder“. Ein Buch über das Stolpersteinprojekt in Kaltenkirchen entstand unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern aus sieben örtlichen Schulen, die Beiträge der Schülerinnen und Schüler und ihre grafischen Gestaltungen bereichern die fachlich gehaltenen Darstellungen
in den drei Büchern und machen Geschichte lebendig und anschaulich. Die Schülerinnen und Schüler haben damit einen Beitrag zur historischen Aufklärung, für ein verantwortungsvolles Erinnern und gegen das Vergessen direkt in ihrem Umfeld
geleistet. Überschüsse im Verkaufserlös kamen den Jugendlichen zugute.
Zu den Projekten des ausgebildeten Lehrers und Versicherungsfachmanns zählen die zuletzt allein verantwortliche Durchführung
des Stolpersteinprojektes in Kaltenkirchen, die Organisation zahlreicher Erinnerungsorte als historisches Gedächtnis im Stadtgebiet (Gedenkpfad Kaltenkirchener Heide, Gedenkplakette Todesmarsch, Gedenktafeln auf dem Friedhof zu den Kriegsgräbern
und historischen Grabstätten, in der Parkanlage „Am Ehrenhain“ und in der Michaeliskirche zum Nagelbild, vier Stolpersteine).
Außerdem entwickelte er historische Radtouren (z.B. Stadtradeln Kaltenkirchen) sowie Stadtführungen, insbesondere für Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen und Jahrgangsstufen und hielt zahlreiche Vorträge zu historischen Themen, u.a. beim Lions-Club, in der Stadtbücherei, beim Frauen- und Männerfrühstück der Kirchengemeinde, beim Kaltenkirchener Krink, bei der Stiftung Tausendfüßler und in der Michaeliskirche.
Zu seinen Aktivitäten im Rahmen des Heimatvereins zählte 2018 der Entwurf und die örtliche Organisation der Gedenkplakette zum Todesmarsch in Kaltenkirchen und zahlreiche Veröffentlichungen historischer Darstellungen im Heimatkundlichen Jahrbuch für den Kreis Segeberg (zwei Beiträge für das Jahrbuch 2026 sind eingereicht).

